Wieso eigentlich Produkt-Fotografie?

Wieso ich mich für die Produkt-Fotografie entschieden habe?

Der Werdegang eines jeden, der sich eine Kamera angeschafft hat, um damit zu fotografieren, verläuft ähnlich. Von Himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt. An diesem Punkt entscheidet sich früher oder später (nachdem man sich dafür begeistern konnte, einfach alles was einem begegnete zu fotografieren) ob die Kamera inklusive Ausrüstung im Schrank verstaubt oder nicht.

Big Ben with bus

Es geht weiter, aufwärts!

Ich habe mich über diesen Punkt gerettet, in dem ich mich in der Fotografie speziellen Themen gewidmet habe. Zu Beginn galt meine Begeisterung der Langzeitbelichtung mit Lichtspuren, dann wechselte sehr schnell mein Interesse zur Sportfotografie. Irgendwie war immer Bewegung in diesem schönen Hobby, bei dem ich in der Sport- und Eventfotografie bereits die ersten Aufträge fotografiert habe. Die Anfrage eines Freundes, seine Holzfahrräder für den eigenen Internet-Auftritt im Studio in Szene zu setzen, war eine willkommene neue Herausforderung, mit ersten Ergebnissen, die ich heute so nicht mehr veröffentlichen würde, aber auch da ging es weiter aufwärts.

Mein erste Begegnung mit der Still Life-Fotografie

In einer Zeitschrift hat dann ein Artikel mit dem Fotografen Eberhard Schuy meine Aufmerksamkeit für die Produktfotografie geweckt. In dem Beitrag wurde die Entstehung der Aufnahmen im kreativen Prozess bis hin zum Ergebnis genau beschrieben. Die verwendeten Elemente in den Bildern waren schlicht und dennoch zog mich das Motiv magisch in seinen Bann. Meine Begeisterung war schier unendlich, hatte ich doch ein Genre der Fotografie entdeckt, die sich weit ab von den Mainstream-Motiven der Fotografie zeigte.

Produkt-Fotografie

Produkt-Fotografie. Schon etwas daneben

Was war zu Beginn das Huhn oder das Ei? Was man in der Fotografie leicht abbilden kann, hätte davor ein Künstler kaum auf Leinwand gemalt. Die Fotografie macht den Künstler arbeitslos, das waren die Bedenken zu Beginn, als man die Familie und die Landschaft nicht mehr malen ließ, sondern zum Fotografen ging. Deshalb ist heute die People- und Landschaftsfotografie auch immer noch das am weitesten verbreitete Spezies in der Fotografie. Die Produkt-Fotografie liegt da schon etwas weit daneben, so kommt es einem vor und umso öfter werde ich gefragt, wieso machst Du sowas?

Der kreative Prozess ist pure Begeisterung

Anders, als ich das in der Sport- und Eventfotografie erlebt habe, sind bei der Produkt-Fotografie im Studio die Voraussetzungen fast immer gleich, was mir persönlich sehr entgegenkommt. Es geht nicht mehr um die Fotografie alleine, viel mehr kann ich mich mit jeder neuen Aufgabenstellung für den kreativen Prozess begeistern, der für die Entstehung und Wirkung des Fotos verantwortlich ist. Kaum eine Aufgabe gleicht der nächsten und jedes Mal ergeben sich neue Lösungen aus der ursprünglichen Bildidee, um dann in einem festgelegten Rahmen abgebildet zu werden.

Still-Life Fotografie

#FOOD17STILLS der Food-Fotografie Blog

In der Produkt-Fotografie liebe ich die Inszenierung und das von Anfang an bis zum fertigen Bild. In meinen Bildkonzepten spiegelt sich das Erlebte und das zu Erwartende wieder. Meine Bilder erzählen Geschichten, dürfen Erinnerungen wachrufen und Emotionen wecken. 

Genau darüber möchte ich in Zukunft immer wieder einen kurzen Beitrag veröffentlichen. Kein Food Fotografie-Blog mit erhobenen Zeigefinger, eher eine Inspirationsquelle für alle, die sich für die Produkt-, Still Life und Food-Fotografie begeistern können wie ich.

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